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Kreative Aktionsplanung – zur zündenden Idee mit der Walt Disney-Methode

2021.06.01.

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„Hat noch jemand eine Idee?“ – Wer von uns kennt es nicht, Ihr sucht in Eurer Teambesprechung nach neuen Ideen für eine tolle Aktion und irgendwie läuft es immer wieder auf die Promos der letzten Jahre hinaus, die sich anfühlen wie schon tausendmal gesehen und tausendmal gespielt? Wir möchten unseren Kunden spannende neue Impulse und ein aufregendes Einkaufserlebnis bieten, aber die Ideenfindung geht nur schleppend voran? Oft ist das Gehirn gerade dann blockiert, wenn dringend frische Ideen gebraucht werden. Dabei hat jeder von uns Ideen-nur leider nicht immer zum richtigen Zeitpunkt.

Walt Disney, einer der kreativsten Visionäre der Geschichte Hollywoods, ist nicht nur bekannt für seine wunderschönen Filme, Träume und Ideen, sondern auch für die Umsetzung derselben. „If you can dream it, you can do it“ lautet sein wahrscheinlich bekanntestes und motivierendstes Zitat.

Disney war ein Träumer, ein Macher, ein Visionär-aber auch ein Realist. Den Erzählungen seiner Mitarbeiter nach betrachtete er jedes seiner Projekte stets von drei verschiedenen Blickwinkeln aus:

Dem des Träumers, dem des Realisten und dem des Kritikers.

Diese Erzählungen dienten dem amerikanischen NLP-Experten Robert B. Dilts als Inspiration für die Entwicklung der Walt Disney-Methode als Ideenfindungs- und Kreativitätstechnik.

Die Walt Disney-Methode besteht aus drei Phasen, die beliebig oft wiederholt werden können. Plant pro Phase etwa zwanzig Minuten innerhalb Eures Teammeetings ein, also eine Stunde Zeit pro Durchgang.

Teilt Euer Team in drei Gruppen-diese drei Kleingruppen versetzen sich nun nacheinander in jede der drei Positionen: Die des Träumers, die des Realisten und die des Kritikers.

Es kann durchaus sinnvoll sein, drei verschiedene Bereiche innerhalb Eures Instituts, Ladens oder Salons zu definieren, die jeweils räumlich getrennt für die verschiedenen Rollen stehen. Die Träumerecke kann besonders inspirierend gestaltet sein, vielleicht bietet sich dafür Eure schönste, heimeligste Kosmetikkabine an oder eine besonders kreativ gestaltete Ecke Eures Ladens.

Die Bereiche der Realisten und Kritiker dürfen gerne etwas reduzierter und cleaner gestaltet sein. Wenn Ihr Euch intensiver auf die Ausgestaltung vorbereiten möchtet, könnt Ihr auch im Vorhinein mithilfe von Pinterest, Instagram oder klassischen Collagen sogenannte Moodboards mit Fotos gestalten, die die Stimmung der jeweiligen Rolle spiegeln und diese im Raum aufhängen.

Dann durchlaufen die drei Teams nacheinander die drei Positionen. Wichtig dabei ist, immer in der jeweiligen Rolle zu bleiben, also beispielsweise nicht schon in der Träumerphase Kritik laut werden zu lassen oder das Budget zu prüfen, wie der Realist in uns es täte.

In der Träumerphase dürfen die Mitarbeiter ihrer Fantasie komplett freien Lauf lassen. Es ist Raum für neue, verrückte Ideen. Gerne kann es hier eine zehnminütige Stille geben, in der jeder Teilnehmer sich seine eigenen Gedanken macht, dann tauscht die Gruppe sich untereinander aus und hält sämtliche entstandene Ideen schriftlich fest. Jede noch so abgefahrene Idee ist willkommen. Fragt Euch einfach: „Was wäre schön? Was würde mich persönlich begeistern und überraschen? Was wäre das absolute Ideal in meinen kühnsten Träumen?“

In der realistischen Phase werden nun die niedergeschriebenen Ideen aufgegriffen und überlegt, wie man sie erfolgreich im Laden umsetzen kann. Dabei gehen wir davon aus, dass all die gesammelten Ideen bereits beschlossene Sache sind und in jedem Fall umgesetzt werden. Jetzt geht es also ums Wie: „Was brauchen wir für die konkrete Umsetzung? Was fehlt noch? Wer ist innerhalb unseres Teams die Topbesetzung für gewisse Teilschritte in der Umsetzungsphase?“

Zuletzt schlüpfen die Teammitglieder in die Rolle des Kritikers, der konstruktiv aber kritisch sämtlichen Überlegungen auf den Zahn fühlt: „Ist es überhaupt sinnvoll, diese Idee umzusetzen? Gibt es Punkte, die per se gar nicht funktionieren? Wenn ja, was wurde übersehen? Wo liegen die Schwächen in der Umsetzung?“

Berichten zufolge hat sich Walt Disney selber in seinem Unternehmen sogar verschiedene Räume eingerichtet, in denen er nacheinander die drei Positionen eingenommen hat. Hatte er in der dritten Phase kritische Punkte identifiziert, gab er die offenen Fragen an den Träumer oder den Realisten zurück.

In der zweiten, dritten, vierten Runde werden die Ideen so immer weiter ausgefeilt und verfeinert, bis die perfekte Lösung gefunden ist, die Alle begeistert, realisier- und umsetzbar ist.

Die Walt Disney-Technik macht es sich zunutze, dass unser Gehirn Routinen mag und gerne eine gewisse Struktur bevorzugt, um wirklich kreativ arbeiten zu können. Das ist der Grund, warum Brainstorming in Teammeetings oft nur bedingt funktioniert und häufig am Ende nach stundenlangen Diskussionen relativ ziellos verläuft. Nicht nur der Prozess der Ideenfindung, sondern vor allem die Ideenbewertung und -veredelung im Team macht die Kreativitätsmethode des Walt Disney so zielführend und spannend.

Du bist Einzelkämpfer*in und arbeitest allein in Deinem Institut oder Salon? Dann mach es wie Walt und nimm nacheinander einen für jede Position symbolischen Stuhl ein. Oder hol Dir Freunde und Familienmitglieder an Bord, denn gerade in der ersten Phase der Ideenfindung kann es besonders befruchtend sein, Protagonisten aus anderen Branchen mit an den Tisch zu setzen. Und denkt immer daran: „Wenn Du es träumen kannst, kannst Du es auch machen“ (Walt Disney)

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